Unsere Geschichte

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Geschichte der Grünliberalen Zollikon

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2010 – Die Gründung der GLP Küsnacht–Zollikon

Die Ortspartei GLP Küsnacht-Zollikon wurde am 22. September 2010 offiziell gegründet. Laut einem Bericht des Tages-Anzeigers war das Ziel der neuen Partei, «mehr Schwung in die lokale Politik zu bringen» und den Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit zu legen. Der erste Präsident war Markus Diem, der ankündigte, sich für eine erhöhte Lebensqualität in den beiden Gemeinden und für eine offenere Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern einzusetzen. An der Gründungsfeier nahmen unter anderem Daniel Köchli, Co-Präsident der GLP-Bezirkspartei Meilen, sowie Kantonsrat Thomas Wirth teil (Tages-Anzeiger, 1.10.2010).

2011 – Ständeratswahlen: Auch Zollikon wählt Verena Diener

Im Vorstand der neuen Partei ist Zollikon ausserordentlich stark vertreten. Neben dem Präsidenten engagieren sich mit Carla Brodbeck, Katharina Gattiker und Heiri Knüsli noch heute aktive Mitglieder aus Zollikon in der neuen Partei (Zürichsee Zeitung 30.4.2011).

 

Insbesondere die Ständeratswahlen offenbaren bereits 2011 das Potential der Grünliberalen in Zollikon Mit sagenhaften 24.72 Prozent der Stimmen wählt auch Zollikon Verena Diener an zweiter Stelle in den Ständerat. Erstplatziert ist – wie im ganzen Kanton – Felix Gutzweiler von der FDP (wahlen.zh.ch).

2012 – Heiri Knüsli: Erster Anlauf in den Gemeinderat

Bei der Ersatzwahl in den Zolliker Gemeinderat 2012 unterlag der Grünliberale Heiri Knüsli nur knapp und erst im zweiten Wahlgang seinem Mitbewerber Martin Hirs (SVP). Hirs erhielt 1’280 Stimmen, Knüsli 1’171 Stimmen. Es gelang Knüsli, sich als politische Alternative zum dominanten bürgerlichen Block zu positionieren und eine Stimme für all jene Wählerinnen und Wähler zu sein, die sich eine andere Kraft im Gemeinderat wünschten. Das knappe Resultat unterstrich die wachsende Präsenz und Wahrnehmung der Grünliberalen als ernsthafte politische Kraft in Zollikon (Zürichsee Zeitung 26.11.2012).

2014 – Erste Erfolge in der Zolliker Gemeindepolitik

Die Gemeindewahlen 2014 markierten für die Grünliberalen Zollikon einen wichtigen ersten Meilenstein: Sascha Ullmann gelang mit 2’565 Stimmen ein bemerkenswerter Erfolg. Er erzielte damit sogar das viertbeste Resultat aller Kandidierenden und liess beide SVP-Kandidaten klar hinter sich. Damit war die Partei erstmals in der Zolliker Regierung vertreten. Gleichzeitig blieben andere GLP-Kandidaturen jedoch erfolglos: Huyen Phan Sturm verpasste den Einzug in die RPK, Beatrice Hirschi scheiterte bei der Baubehörde und Markus Diem, der Gründer der GLP Küsnacht-Zollikon, schaffte es nicht in die Sozialbehörde (Zürichsee Zeitung 19.5.2014).

2015 – Markus Diem: Tragischer Tod der Integrationsfigur

Am 3. November 2015 verstirbt Markus Diem mit 55 Jahren völlig überraschend und viel zu früh. Mit ihm verliert die GLP ihren Gründer und Motor, einen Menschen, der es verstand, andere mit seiner positiven Art, seinem Humor und seiner Zielstrebigkeit zu inspirieren. Markus Diem war überzeugt, dass sich Ökonomie und Ökologie nicht widersprechen, sondern gegenseitig stärken können. Aus dieser Haltung heraus engagierte er sich für konkrete Nachhaltigkeitsprojekte, etwa für den Ausbau erneuerbarer Energien und die Einführung des Labels Energiestadt für Zollikon (Zürichsee Zeitung 3.12.2015).

 

Vizepräsident Lorenz Tschudi übernimmt das Präsidium der Grünliberalen Küsnacht-Zollikon bis 2017. An der Generalversammlung im April 2017 wurde Gemeinderat Sascha Ullmann zum neuen Präsidenten gewählt, während Tschudi weiterhin im Vorstand blieb (Zürichsee Zeitung 21.4.2017).

 

Bereits ein Jahr später gab Sascha Ullmann sein Parteipräsidium ab. Die GLP Küsnacht-Zollikon wählte Philippe Guldin aus Küsnacht zu ihrem neuen Präsidenten (Zürichsee Zeitung 4.4.2018).

2018 – Ein Meilenstein: Das Gemeindepräsidium

Während der Gemeinderat Zollikon in stiller Wahl für gewählt erklärt wurde, forderten die Grünliberalen mit dem Kandidaten Sascha Ullmann die ewige Regierungspartei FDP in der Wahl um das Gemeindepräsidium heraus (Zürichsee Zeitung 2.3.2018).

 

Dabei präsentierte sich Sascha Ullmann als «Präsident aller Zolliker». Er setzte in seiner Kandidatur auf parteiübergreifende Teamarbeit, bekannte sich zu einem stabilen Steuerfuss, wollte in Verkehrsfragen gemeinsam mit der Bevölkerung Lösungen durchsetzen und fordert eine klare Haltung gegen mögliche Südstarts am Flughafen (Zürichsee Zeitung 24.3.2018).

 

Gleichzeitig betont er seine breite Verwurzelung in Zollikon: als ehemaliger Feuerwehrkommandant, als Familienmensch im Mehrgenerationenhaus mit «Draht zu den Jungen wie zu den Älteren». Zu seinen zentralen politischen Anliegen gehören die Zukunft des Fohrbachs, bezahlbarer Wohnraum, ein starkes Jugendkonzept, ausgeglichene Finanzen sowie eine klar verbesserte, moderne Kommunikation der Gemeinde. Mit seiner Kandidatur verspricht Ullmann «acht Jahre Vollgas» – getragen von praktischer Tatkraft und einem starken persönlichen Engagement für ein nachhaltiges, lebenswertes Zollikon (Zürichsee Zeitung 3.4.2018).

 

Die Zolliker wollen einen Wechsel. Am 22. April 2018 wird Sascha Ullmann zum Gemeindepräsidenten von Zollikon gewählt. Er setzte sich mit 1’590 Stimmen deutlich gegen seinen Mitbewerber Urs Fellmann (FDP) durch, der 980 Stimmen erhielt. Dieser Wahlsieg war ein bedeutendes Signal: Die Bevölkerung vertraute erstmals einem Vertreter der Grünliberalen das höchste Amt der Gemeinde an – ein Erfolg, der weit über Zollikon hinaus beachtet wurde (Zürichsee Zeitung 23.4.2018, Zolliker Zumiker Bote 22.4.2018).

 

Darüber hinaus ergatterten die Grünliberalen mit Daniel Shindleman einen Sitz in der RPK und mit Christine Hoff einen Sitz in der Sozialbehörde (Zürichsee Zeitung 24.4.2018).

2018–2022 – Regierungsarbeit

Sascha Ullmann übernahm einen Schuldenberg von über 100 Mio. Franken, was für Gesprächstoff sorgte. Besonders sichtbar wurde dies bereits an seiner ersten Gemeindeversammlung im Dezember 2019, als die Stimmbürger zwar das Budget verabschiedeten, gleichzeitig aber den Projektierungskredit für die Sanierung der Badeanlage Fohrbach strichen (Zürichsee Zeitung 6.12.2018).

 

Im Bestreben, die Kommunikation der Gemeinde zu verbessern und Transparenz zu fördern, führt der Gemeinderat unter Sascha Ullmann sehr schnell nach der Wahl den heute noch bestehenden, digitalen Gemeinde-Newsletter ein, über den die Verhandlungsberichte spätestens eine Woche nach jeder Gemeinderatssitzung transparent und direkt an die Bevölkerung kommuniziert werden. Als weitere Schwerpunkte setzte der erste grünliberale Gemeindepräsident im Bezirk Meilen auf der Förderung von Solarstrom und der Grünraumentwicklung (Zürichsee Zeitung 24.12.2018).

 

Die zentralen Themen zeichnen sich bereits früh ab: Sanaspans, Altersheim am See, Beugi, Bahnschranken Forchbahn und Sanierung Fohrbach. Die erste präsidiale Amtszeit Ullmanns fiel aber auch in die Jahre der Corona-Pandemie. Zollikon reagierte innovativ: 2020 und 2021 wurden Gemeindeversammlungen unter freiem Himmel durchgeführt (Tagesanzeiger 6.7.2020).

 

Unter Ullmanns Führung wurde 2021 die Totalrevision der Gemeindeordnung beschlossen. Zollikon entschied sich knapp für die Einführung einer Rechnungs- und Geschäftsprüfungskommission (RGPK) – ein Novum am rechten Zürichseeufer (Zürichsee Zeitung 14.6.2021).

 

Im Vorstand der Grünliberalen wirkte Sascha Ullmann als Beisitzer. In den Vorstand gewählt wurde Rui Biagini (Zürichsee Zeitung 28.5.2021). 

2022 – Die Grünliberalen in Zollikon als Wahlgewinner

Bei den Erneuerungswahlen der Behörden in Zollikon am 15. Mai 2022 konnten sich die Grünliberalen als feste politische Kraft in der Gemeinde etablieren. Gemeindepräsident Sascha Ullmann wurde im Amt bestätigt und erzielte mit 2’094 Stimmen ein sehr starkes persönliches Resultat. Mit dem Digital-Unternehmer Dorian Selz zog zudem ein weiterer GLP-Vertreter in den Gemeinderat ein, was die Präsenz der Partei in der Exekutive weiter festigte. Da die Sitze von Daniel Shindleman und Christine Hoff verteidigt werden konnten und mit Rui Biagini ein Grünliberaler Einsitz in der Schulbehörde nimmt, gelang es, die Behördenmandate der GLP von 3 auf 6 zu verdoppeln.

 

Die GLP wurde in der Berichterstattung gemeinsam mit der FDP als politische Gewinnerin der Wahl gewertet. Insgesamt verzeichnete die GLP deutliche Erfolge bei mehreren Behördenmandaten. Zum ersten Mal stellt sie mit Rui Biagini einen Vertreter in der Schulpflege. In die RGPK konnte sie mit Shindelman und Blanco zwei Vertreter schicken. So gelang es den Grünliberalen, die Behördenmandate von 3 auf 6 zu verdoppeln und trug damit wesentlich zur politischen Vielfalt in Zollikon bei…. (ZollikerNews 18.5.2022).

Seit 2023

Die eidgenössischen Wahlen 2023 stellten die GLP vor Herausforderungen. Zwar sank ihr Wähleranteil nur geringfügig um 0,2 % auf 7,6 %, dennoch verlor die Partei sechs Nationalratssitze in den Kantonen Genf, Luzern, St. Gallen, Waadt und Zürich. Ein wichtiger Erfolg war jedoch der erneute Einzug in den Ständerat durch Tiana Moser (ZH) – das erste Mal seit 2015. Die zehnköpfigen Fraktion wurde im Nationalrat aufgrund der knappen Mehrheitsverhältnisse zu einem zentralen Scharnier.

Im Dezember 2023 erzielten die Grünliberalen einen bedeutenden Erfolg mit der Wahl von Viktor Rossi zum Bundeskanzler. Bei kommunalen und kantonalen Wahlen konnte die Partei seither ihre Sitze grösstenteils verteidigen und teils sogar neue Mandate hinzugewinnen.